Samstag, 24. Dezember 2011

Frohe Festtage!

Ich wünsche Euch, meinen lieben Lesern schöne Festtage. Verbringt diese Tage mit Menschen, die Euch wichtig sind. Versucht dem Kalorienwahnsinn nicht nachzugeben, das ist ohnehin hoffnungslos und bleibt mir auch 2012 hier und auf allen anderen Kanälen gewogen!

:-)

Samstag, 17. Dezember 2011

Die einfachen Dinge wertschätzen

Mein Foto vom Freitag enthält eine Nachricht an die Bewohner unseres Hauses und zwar besagt dieser Satz in wunderschönen Flämisch, dass unsere Heizung wieder an ist. Das klingt jetzt nicht so spannend, ist aber die beste Nachricht für mich in der ganzen Woche gewesen, denn die Heizung für unser 25 Parteien-Haus war seit Sonntag Abend kaputt.

Flämische Winter spielen jetzt nicht unbedingt in der gleichen Liga wie siebierische, dennoch ist es doch recht ungemütlich, wenn bei 3°C sich die Innen- und Außentemperatur annähern. Um es kurz zu machen, es war hier arschkalt. Wenn es zu Hause kalt ist, hat man zwar einen Grund mehr Abends unterwegs zu sein, aber irgendwann reicht es einem dann doch. Ich war ein wenig ungehalten meinem Vermieter gegenüber, denn er empfand es nicht als nötig mir mitzuteilen, was hier eingentlich los ist und wann es hier endlich wieder warm ist. Stellt sich raus, dass eine bissige Email Wunder bewirken kann :-).

Zum Glück geht das Ding jetzt wieder und ich kann Euch sagen, dass ich selten so bewusst darüber nachgedacht habe, dass wir es zum Glück immer schön warm haben. Hoffen wir mal, dass das auch noch etwas so bleibt.

Aufgetaute Grüße und bleibt mir gewogen!

Dienstag, 13. Dezember 2011

manchmal dauert es etwas länger

Es müsste sich eigentlich bis über die Grenzen hinweg rumgesprochen haben, falls nicht, hier sind die Neuigkeiten: Belgien hat nach nur 540 Tagen nach der Wahl eine neue Regierung. Manche Dinge brauchen halt ein wenig Zeit, bis sie funktionieren.

Das das auf große Probleme im Land oder zumindest der politischen Kaste hinweist, brauche ich sicherlich keinem hier erläutern; was allerdings ein interessanter Gedanke ist, ist dass sich quasi nichts verändert hat. Was ich damit sagen will ist, dass es keine neuen Gesetze, Abgaben oder sonstigen Gesetzesänderunge gab. Ein paar Banken wurden von der Interimsregierung  verstaatlicht, aber was sind schon ein paar Milliarden unter Freunden...

Wir hatten zwar - wie gesagt - eine Interims-Regierung, aber eigentlich waren wir in einem eingefrorenen gesellschaftlichem Zustand. Man könnte sagen eine Post-Demokratische-Gesellschaft, in der das Leben normal weiter läuft, sich aber nichts verändert (außer den Preisen und dem Klima, aber das können auch Regierungen nicht verändern). Das klingt gar nicht so beängstigend und rückblickend war es gar nicht schlecht, denn das erste was die neue Regierung beschlossen hat, waren Steuererhöhungen auf Firmenwagen (okay, verständlich) und Digital-TV (<- das ist auch echt ein schlimmes Problem...). Ich habe also jetzt 300 Euro weniger pro Jahr und die flämischen Medien können sich darüber ereifern, dass der neuen Ministerpräsident Probleme mit dem Niederländischen hat. Same old, same old...

Andere Veränderungen gehen etwas schneller als die Kontinentalverschiebung oder belgische Regierungsbildung: Mein Arbeitgeber hat Ende letzter Woche 10% seiner globalen Belegschaft mitgeteilt, dass sie am nächsten Tag nicht mehr wieder kommen müssen. Keine Sorge, mich hat's nicht erwischt, dennoch sind solche Tage nicht die leichtesten und vor Weihnachten besonders unschön, aber gut, so ist der Lauf der Dinge. Freuen wir uns auf ein paar Tage ohne Arbeit und mit umso mehr Kalorien!

Bleibt mir post-demokratisch gewogen!

Montag, 5. Dezember 2011

Ein Hinweis oder zwei

für die Freunde der Commputer-Technik unter Euch: Ich habe ein neues Blog angefangen, wo ich über allerlei Technisches schreibe. Wen das interessiert, der ist herzlich eingeladen, regelmäßig vorbei zu gucken. Da Computer-Kram ja hautpsächlich auf Angelsächsisch stattfindet, ist auch das neue "dev notes" Blog, auf Englisch gehalten.


Dem einen oder anderen wird es vielleicht aufgefallen sein, dass sich die Qualität der Bilder im Foto-Blog verbessert hat. Das liegt daran, dass ich mir zu meinem diesejährigen Wiegenfeste eine digitale Spiegelreflex-Kamera gegönnt habe (Canon EOS 600D). Sobald ich das Ding halbwegs begriffen habe, werde ich Euch hier mail ein paar schöne Fotos präsentieren.

Bis bald, bleibt mir gewogen und denkt daran, dass es in 20 Tagen schon zu spät ist, noch Weihnachtsgeschenke zu kaufen!


Donnerstag, 3. November 2011

Immer in Bewegung bleiben



Die älteren unter Euch erinnern sich sicherlich noch an meine Berichte vom Kieser-Training  also meinen Ausflügen in die Welt der Fitness. Seit ich hier in Belgien wohne habe ich das Thema ziemlich vernachlässigt und die Kombination von Bier, Fritten und nicht-mehr-rauchen haben dazu geführt, dass die Mitte meines Körpers wieder etwas an Rundlichkeit gewonnen hat. Man könnte auch von einem Schwarzen-Gürtel in flämischer Lebensart sprechen.

Da eine solche Entwicklung überhaupt gar nicht geht, bin ich seit ein paar Monaten unter die Läufer gegangen. Am Anfang war das einfach nur eine Idee, das regelmäßiger zu machen, aber seit dem ich mir ein Paar vernünftige Schuhe zugelegt habe und vor allem, seit dem ich mich bei runkeeper angemeldet habe, habe ich Blut geleckt.

Letzten Monat habe ich einen neuen persönlichen Rekord mit 66,8km aufgestellt, was schon mal nicht so schlecht ist. Die Funktionalität von runkeeper ist im Prinzip, dass die einen GPS-Track von meinem Lauf aufzeichnen und dabei Steigung, Geschwindigkeit usw. messe. Aus diesen Daten kann man dann Kalorienverbrauch und allerlei Statistiken und persönliche Rekorde erstellen lassen. Bei jedem neuen persönlichen Rekord bekommt man eine E-mail, die mich dazu anspornt, weiter zu machen.

Die Idee ist wirklich gut umgesetzt und da man ja als Daten-Nerd auf die messbare Erweiterung des eigenen Fortschritts (Character-Development, nennt man das wohl in der Computer-Spieler-Szene) abfahren muss, zähle ich mich jetzt zur Gemeinde der Läufer. Mal sehen, wie ich das über den Winter hinbekommen, ich vertraue einfach mal darauf, dass wir dieses Jahr mit weniger Frost und Schnee auskommen können ;-).

Wie sieht es denn bei Euch so aus? Irgendwelche neuen Herausforderungen angenommen?

Bleibt mir gewogen!

 P.S.: Ja! 2 Postings in 2 Tagen, man glaubt es kaum.
 P.P.S.: 96 olé!

Mittwoch, 2. November 2011

Danke!



Wie jedes Jahr bin ich älter geworden und wie jedes Jahr habt ihr mir auf allen möglichen digitalen Kanälen gratuliert und mir Geschenke zukommen lassen. (Schwesterherz: Dein analoges Paket ist noch nicht da). Ich habe mich total darüber gefreut, Danke und hoffentlich bis bald in diesem Theater!

Bleibt mir gewogen!


Dienstag, 6. September 2011

Tue Gutes...

... und rede darüber! Eignentlich soll man darüber ja nicht reden, aber wenn man für eine Gute Sache Werbung machen kann, dann ist das ja kein Eigenlob, daher heute mal eine kleine Anregung zur Philanthropie meinerseits.
Seit 3 Monaten bin ich jetzt bei kiva aktiv. Dabei handelt es sich um eine Mikro-Kredit-Organisation, genau genommen um eine Vermittlungsorganisation, die mit lokalen Mikro-Kreditorganisationen in den jeweiligen Regionen zusammen arbeitet.

Man selbst bekommt keine Zinsen, aber man ermöglicht Menschen auf der Welt sich mit Hilfe von kleinen Krediten eine Existenz zu schaffen. Die Kreditvergabe verläuft dabei so, dass man einen Betrag (25-275$) an eine Person oder Gruppe vergibt und sobald die vollständige Summe erreicht ist, wird dann der Kredit vergeben. Wie gesagt mache ich das seit 3 Monaten und ich habe sogar schon meine erste Rate zurück bekommen und natürlich gleich wieder investiert.

Im Moment vergebe ich einen Kredit im Monat, denn ich will erstmal ein Gefühl dafür bekommen, wie das so läuft, bis ich da evtl. mehr rein stecke. Ist eine Gute Sache und wenn ihr vllt. 20€ rumliegen habt, dann zieht doch in Erwägung jemandem, den ihr gar nicht kennt, auf die Beine zu helfen.

Bleibt mir gewogen!

Mittwoch, 3. August 2011

bewegte Bilder

Lange hat es gedauert, aber seit gestern sind die Videos von meinem Talk bei "newline" in whitespace über Tor online. Wer sich des Englischen mächtig genug fühlt, der guckt sich das einfach mal an. Die Präsentation, die dazu gehört findet man hier.








Cool, oder?

Mittwoch, 22. Juni 2011

'ne Taube!



Auf dem Bild sieht man die letzte Spur von dem "Gast", der sich gestern bei mir war. Abends wenn ich nach Hause komme, mache ich erstmal die Terrassentür auf und eigentlich bleibt die dann auch den ganzen Abend auf, wenn es nicht windig ist oder wir gerade Winter haben. Gestern tat ich dergleichen auch und trat danach einen Besuch auf dem stillen Örtchen an.

Nach Vollendung dieses Besuchs, hörte ich auf einmal ein Rascheln in meiner Küche und ich war ehrlich gesagt leicht erschrocken, denn wenn man alleine wohnt und keine Haustiere hat, dann ist ein Rascheln in der Küche doch eher ungewöhnlich. Todesmutig wie ich ja so bin, habe ich mich zum Rascheln hin gewagt und fand eine Taube in meiner Küche, die meine Anwesenheit nicht ganz erwartet hatte und deshalb mit einem lauten "Klonk" gegen mein Küchenfenster flog. Um neuen Todesmut und einen Weg für die Taube hearaus zu finden, bin ich dann erstmal in mein Schlafzimmer gegangen.

Als ich mit einer Papprolle und einem Bettlaken bewaffnet habe ich mich dann versucht des Problems anzunehmen. Die Taube war mittlerweile auf der anderen Seite der Terrassentür und flog mehrfach mit weiteren Klonk-Geräuschen gegen mein Wohnzimmerfenster, bis sie dann relativ ängstlich zwischen meinen Blumen zur Rast kam. Direkt a Fenster zwischen Blumen haben Tauben übrigens nicht genug Platz um zu starten, der Platz reicht aber aus und die Pflanzen platt zu klopfen und Erde auf dem Boden zu verteilen... Indiana-Jones-artig habe ich dann mit der Papprolle die Blumentöpfe zur Seite geschoben, bis die Taube dann endlich genug Platz zum starten hatte. Mit gekonnten Zisch-Lauten konnte ich sie davon überzeugen, dass sie nicht in meiner Wohnung willkommen ist und sie doch besser durch die Tür nach draußen flöge.

Hier ist noch eine schematische Darstellung von mir, nachdem ich die Taube davon überzeugt hatte, wer hier das Sagen hat!



Bleibt mir gewogen!

Donnerstag, 16. Juni 2011

frühe Vögel



7:00 Uhr morgens ist keine gute Zeit um an einem Sonntag oder Feiertag aufzustehen, wenn man allerdings ein paar frühe Vögel zu Gast hat, dann muss man seinen Tagesrhythmus schon mal an die Gäste anpassen; aber ich greife vor, wovon reden wir hier eingentlich?

Nach fast zwei Jahren hier in Belgien hat es mein großes Schwesterherz geschafft, ein freies Wochenende zu finden und mir einen Besuch abzustatten. Pfingsten bietet sich für solche Besuche ja an, da man einen freien Tag für lau bekommt und auch die Kinder nicht zur Schule müssen. So begab es sich, dass die Familie W. aus E. bei H. bei mir hier in Gent zu Besuch war. Am Samstag Mittag waren sie hier, was bemerkenswert ist, denn wenn man gegen Mittag hier sein will, muss man richtig früh aufstehen und losfahren - aber was tut man nicht alles, für ein Wochenende in Flandern? Ich war natürlich nicht faul und hatte meine Wohnung schon so weit hergerichtet, dass die beiden jüngsten Herren der Familie hier mit mir eine Super-Männer-WG gründen konnten. Die Eltern waren vorsichtshalber im Hotel untergebracht, denn eine richtige Männer-WG, kann ja keine Erziehungsberechtigten enthalten...



Nach einer Kaffee-Pause auf meiner Dach-Terrasse, dem erfolgreichem Einchecken der Eltern im Hotel und einem Besuch im Delhaize (Supermarkt, für alle, die noch nie hier waren), haben wir uns dann mal in die Innenstadt von Gent gewagt, wo Pommes als Nationalgericht unser erstes Ziel waren. Als nächstes Ziel war eingentlich die Burg Gravensteen angedacht, aber da es schon zu spät waren, haben wir stattdessen die St. Baafs-Kathedrale besichtigt, die erstaunlicherweise auch bei meinen WG-Genossen gut angekommen ist. Jeder weiß ja, dass man mindestens eine Kirche besichtigen muss, und diese sollte man echt mal gesehen haben, wenn man hier ist.

Der Sonntag begann dann mit einem Frühstück zu einer Zeit, die meines Wissens gegen die Genfer-Konvention verstösst, nämlich 7:00 Uhr und wurde mit der ein oder anderen Minute vor der Playstation mit FIFA 11 bis zur Ankunft der Erziehungsberechtigten komplettiert. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich meine Wohnung dem Zustand eines Handgrananten-Übungsplatzes angenähert, was bei einer Männer-WG vermutlich unvermeidbar ist. Nach dem Eintreffen der Eltern, stand dann also Brüssel auf der Tagesordnung, wir haben die alle wichtigen Dinge gesehen, vom Atomium, über den Groten Markt, das Manneken Pis und das Europaparlament, war alles dabei. Lustigerweise kamen die normalen Kommentare über Brüsseler Sehenswürdigkeiten: Am Atomium: "Das hatte ich mir viel kleiner vorgestellt." und am Manneken Pis: "Das hatte ich mir viel größer vorgestellt."




Montag war dann der letzte Tag der Familie aus E. bei H. bei mir, an welchem wir dann den Besuch in der Burg und auch eine Bootstour durch Gent gemacht haben. Die Tatsache, dass in den Kanälen von Gent wilde Schildkröten leben, gibt mir Hoffnung, was die Wasserqualität hier angeht, es war aber auch sonst wirklich nett, bis auf dass sich das Wetter leider von seiner flämischen Seite (auch bekannt als Regen) zeigen musste.



Ich kann sagen, mir hat das Wochenende gefallen und an den Fotos kann man mit Sicherheit erkennen, dass es meine Gästen genauso ging. Ich werde jetzt den Rest meines Schlafdefizites aufholen und hoffe ihr bleibt mir gewogen!

Donnerstag, 9. Juni 2011

Berlin


Wer mein kleines Fotoblog eifrig verfolgt, hat mit Sicherheit gesehen, dass ich mal wieder auf Reisen war und zwar in der deutschen Hauptstadt. In erster Linie war ich da, da am Montag und Dienstag dort die Berlin Buzzwords stattgefunden haben. Ich will Euch hier nicht mit den technischen Details langweilen, aber die Konferenz ein voller Erfolg: Programm, Ort, Sprecher, Besucher und Wifi - alles bestens.

Von meiner Firma aus, war ich alleine da, aber ich kannte ein paar Leute hier aus Belgien, mit denen ich gerade versuche eine Big-Data-Community auf die Beine zu stellen. Gucken wir mal, was daraus so wird.

Die Konferenz fand, wie gesagt, am Montag und Dienstag statt, ich bin aber schon am Freitag nach Berlin geflogen, da ich die Stadt mal nicht im Winter, sondern im Sommer sehen wollte. Ich kann Euch das nur ans Herz legen, da einfach mal hinzufahren, es ist immer eine Reise wert.

Ich bin nicht nur um die Häuser gezogen, sondern ich war im Pergamonmuseum, habe den besten Espresso meines Lebens getrunken, habe in Mitte eine Freitag-Tasche erstanden, europäische Politik und anderer wichtige Dinge in der c-base diskutiert oder anders und kürzer gesagt: Ich habe meine Zeit dort genossen.

Letztes Wochenende war die Famile W. aus E. bei H. hier bei mir in Gent zu Gast, was einen eigenen Blog-Eintrag verlangt, da ich aber diesen hier schon halb fertig hatte, kommt die Zusammenfassung des Besuch-Wochenendes morgen.

Bleibt mir gewogen!

P.S.: Der nächste Besuch hat sich gerade angekündigt, vllt. sollte ich Touristenführer werden ;-)

Samstag, 30. April 2011

Wissenschaftlich verewigt

Ihr erinnert Euch sicherlich noch an meinen "Auftritt" im Radio beim eth0:Summer 2010. Das war ja bekanntermaßen auf einem Camp in den Niederlanden. Nun stellt sich raus, dass einer der Besucher damals ein Soziologie-Student aus den Niederlanden war, der eine Studie über die "Hackerkultur" in den Niederlanden als Master-Thesis geschrieben hat, und die ist nun veröffentlicht worden.

Was hat das nun mit mir genau zu tun fragt Ihr Euch zu Recht. Stellt sich raus, dass Pieter und ich auf zwei Fotos in der Arbeit abgebildet sind (Seite 91 und 95). Was ich davon genau halten soll, weiß ich noch nicht, aber beim Querlesen klang das alles erstmal ganz okay und nicht sensationalistisch und da ich ja positiv denken will, soll mich das auch nicht weiter stören. Ich wollte Euch davon nur hier mal erzählt haben.

Bleibt mir gewogen!

Samstag, 16. April 2011

Schadenfreude

Am Donnerstag war ich mit ein paar Freuden Abends der Frage auf der Spur, wo in Gent man das beste "Gentse Stoverij" essen kann. Das ist sowas wie Gulasch oder Irish Stew und wird natürlich mit Pommes serviert. Eine lokale Spezialität und jeder Flame behauptet natürlich, dass seine Mutter das beste Stoverij macht, so ähnlich, wie bei uns der Kartoffelsalat - aber ich schweife ab, hier soll es um was anderes gehen:

Als wir das Restaurant betreten haben, fiel mir jemand auf, nämlich die Frau/Freundin/Lebensabschnittsgefährtin von meinem früheren Vermieter, der mir das Loft gekündigt hat. Die war da nicht zu Gast, nein die arbeitet da als Bedienung! Ich glaube es war ihr ein wenig unangenehm, mich zu bedienen, denn nachdem sie mich erkannt hatte, wurde unser Tisch von jemand anderem bedient. Soweit ist das jetzt noch nicht wirklich einen Blog-Eintrag wert, aber das Schönste kommt noch:

Nach einem kurzen Besuch auf dem stillen Örtchen bin ich ihr dann von Angesicht zu Angesicht begegnet und habe ein bisschen Smalltalk gehalten. Man erkundigt sich ja nach Partner und Kind etc. Alles immer noch nicht weiter spannend, aber während des Gesprächs sagte sie mir dann, dass sie ernorme Probleme mit dem neuen Mieter, in deren ehemaligen Loft (das über "meinem") haben, denn der bezahlt keine Miete, reagiert nicht auf Klingeln oder Anrufe und ist auch sonst wohl ziemlich unkooperativ. :-D Sie meinte, dass sie jetzt wohl vor Gericht ziehen werden, was ziemlich ätzend werden kann, denn laut Belgischem Gesetz ist es sehr schwer jemanden aus einer Wohnung raus zu bekommen, wenn kein Eigenbedarf besteht. Als sie mir das alles so erzählt hat, habe ich mir äußerlich nicht anmerken lassen, wie breit mein mentales Grinsen war. Da haben sie, was sie verdienen! Es gibt halt doch noch eine wenig Gerechtigkeit.

Okay das war jetzt genug Gehässigkeit meinerseits, guckt Euch lieber mal meine neue Terassenmöblierung an.



Bleibt mir gewogen!

P.S.: FÜr alle, die es noch nicht mitbekommen haben, ich bin nächste Woche in der Heimat. Lasst es mich wissen, falls Ihr Zeit und Lust für ein Treffen habt!

Montag, 14. März 2011

nochmal zum Mitschreiben

Gestern Abend habe ich seit langer Zeit mal wieder mit Frau H. geskypt (ist das ein Wort?) und dabei festgestellt, dass sie, und ich denke der ein oder andere von Euch, gar nicht auf meinem Bilderblog vorbei guckt... Hier ist noch mal der Link zum mitschreiben und drauf klicken: http://one-pic-a-day.tumblr.com/.

Der Witz (sofern es einen gibt) bei den meisten Fotos erschließt sich öfters aus der Unterschrift, so wie heute: Heute ist "π-day" und was isst man da natürlich? Kuchen! Klingt komisch, wird aber im Englischen gleich ausgesprochen und ist deswegen lustig, oder so.

Warum erkläre ich das hier eigentlich? Ach ja, weil ihr immer schon da drauf gucken sollt, denn für Euch mache ich das doch!

Der Kuchen ist übrigens ein "rijsttaart", basiert also auf Reis, ist süß und eine Belgische Spezialität. Man muss sich ja integrieren...

Bleibt mir gewogen und guten Hunger!

Sonntag, 13. März 2011

mein erster IKEA-Hack

Die älteren unter Euch werden sich vielleicht noch an diesen Post erinnern. Es ging da um ein Blog, dass Basteleien mit IKEA Möbeln zeigt.

Letzten Sonntag habe ich mich - wie angekündigt - daran versucht ein Rednerpult für unser Newline event in Whitespace zu bauen. Es besteht im wesentlichen aus 3 IKEA-Lack-Tischen, ein wenig Holz, Klebeband, ein paar Nägeln und Schrauben und ich bin unheimlich stolz, dass das funktioniert :-D. Hier sind ein paar Fotos.







Bleibt mir gewogen!

Montag, 28. Februar 2011

Willkommen L. M. aus H.


Mich hat heute die freudige Nachricht erreicht, dass Herr M.M. und Frau A.M. aus H. an der L. stolze Eltern einer Tochter geworden sind. Meine allerbesten Glückwünsche dazu! Wie man hört sind alle wohl auf und das Bild, was ich bekommen habe, ist super-süß.

Hallo L., willkommen auf unserem Planeten, viel Spaß hier und "Don't Panic!" :-D

Sonntag, 27. Februar 2011

Volles Programm

Langeweile kommt bei mir in letzter Zeit weniger auf, vorallem, wenn man sich mal meine letzte Woche anguckt. Letzten Sonntag waren wir als "belgische Delegation" in revspace (Den Haag) für ein hacksquare-Planungs-Meeting. Der hacksquare ist die Zusammenkunft der BeNeLux-Familie unter einem Dach beim diesjährigen CCC-Sommercamp. Den Haag ist ca. 180 km von Gent entfernt, ist also nicht gerade um die Ecke, aber noch machbar. Das Meeting war ein bisschen chaotisch, aber am Ende wurde doch einiges in die Wege geleitet. Sobald newline vorüber ist, werde ich mich da auch mal mehr reinhängen.

Unsere Freunde aus dem Norden sind dafür bekannt, dass sie allerlei Basteleien mit IKEA-Lacktischen, wie z.B. das LackRack anstellen und eine dieser Basteleien, werde ich für newline kopieren, nämlich ein Rednerpult aus 3 Tischen. Das Material dafür habe ich schon gekauft, wenn es zusammengedengelt ist, zeige ich Euch ein paar Bilder.

Dienstag hatte ich die einmalige Chance einen Talk von Richard Stallman (RMS), dem Gründer des GNU-Projektes und der Free-Software-Foundation in der Vrije Universiteit Brussel (VUB) zu sehen. Einer der Mitglieder im Hackerspace Brüssel arbeitet and der VUB und hatte uns das wissen lassen. Die meisten von Euch haben von RMS vermutlich noch nichts gehört, was normal ist, wenn man nicht in der Software-Ecke tätig ist, aber der Mann hat vieles auf den Weg gebracht, was heute überall Standard ist. Er ist auch bekannt dafür, dass er ein wenig verschroben ist, aber ich denke, erst einfach ein alter Hippie mit Idealen, für die er kämpft. Der Vortrag hatte die Gefahren von Software-Patenten zum Thema, die ich Euch hier ersparen will, das ist dann doch zu viel auf einmal. Falls ihr an Free Software und/oder Open Source interessiert seit und die Chance habt RMS zu sehen, nehmt sie wahr, es lohnt sich! Nach RMS waren wir dann noch zum dienstäglichen Meeting im hsbxl.

Brüssel ist eine internationale Stadt, die die flämische, die belgische Regierung und auch die EU beheimatet. Das bringt natürlich allerlei junge, progressive Ideen nach Brüssel. Die Stadt ist aber auch Schauplatz der rekordgekrönten Regierungsverhandlungen, die die Probleme in unseren Demokratien und vor allem hier in Belgien aufzeigen. Aus dieser Mischung hat sich eine Talk-Reihe, die "HackDemocracy" heißt, gebildet. Diese findet monatlich im BetaGroup Coworking Space statt und stellt neue Denkansätze für die Demokratie im 21. Jahrhundert vor. Hierbei geht es auch um den Einsatz von Technik und wie diese dabei helfen kann.

Die drei Vorträge waren meiner Meinung nach okay, der erste war aber am Interessantesten, denn der kam vom Haupt-Organisator von ShameBE, der vermutlich gerade mal 20 Jahre alt ist und der darüber erzählt hat, wie sich die Nachricht von der Demo in Brüssel außerhalb der traditionellen Medien durch soziale Netze wie twitter und facebook verbreitet hat. 40% des gesamten Traffics auf die Seite, der Organisatoren kam von solchen Medien. Auch Blogs scheinen, einen mehr und mehr ernstzunehmenden Faktor zu bilden. Interessante Entwicklungen, wie ich finde. Der zweite Talk handelte von sicheren und überprüfbaren Wahlen mittels Computern und mir haben sich dabei die Fußnägel hochgerollt. Ich bin ja für Technik, aber bitte, bitte keine Wahlcomputer, die sind nicht sicher und werden es nie sein. Der CCC bekämpft die in Deutschland zum Glück erfolgreich seit Jahren, deshalb will ich das jetzt hier nicht weiter vertiefen. Der dritte Talk handelte von Wahlen der weiterführenden Schulen in Belgien und wie der Elternwille am besten umgesetzt werden kann. Das scheint ein sehr komplexes System zu sein, aber das wundert mich nicht, denn vieles hier ist ja unsagbar umständlich. Warten wir es ab.

Donnerstag war Abends ganz normales Treffen im Whitespace mit ein paar Planungen in Richtung newline. Ein Workshop der Hardware-Fraktion war parallel im Gange, wie ihr vllt. auf meinem Bilderblog gesehen habt.

Freitag war dieses Mal eine besondere Variante des "Monthly-Drinks". Falls ich es noch nie erzählt haben sollte, jeden letzten Freitag im Monat gibt es ab 17:00 Uhr einen Umtrunk in der Cafeteria. Alles auf Kosten der Firma und eine gute Gelegenheit mal mit Leuten zu reden, mit denen man im Tagesgeschäft nicht in Kontakt kommt. Das besondere and dieser Ausgabe war, dass es dieses Mal Taschen, T-Shirts, Kulis, Eiskratzer und was weiß ich nicht alles mit dem guten alten Nils Holgerson Logo "für umme" gab, denn die Umbenennung ist jetzt komplett und wir sind nun nur noch TomTom.

Ich habe mich während des Monthly-Drinks bewusst vom Bier fern gehalten, denn ich wollte später noch beim dorkbot im timelab vorbeigucken. Dorkbot ist eine Show-and-Tell-Reihe, die die künstlerische Seite der elektronischen und Software-Bastler zeigt. Das findet weltweit in verschiedenen Städten statt und seit Jahren auch hier in Gent. Kurt, einer der Organisatoren des lokalen Fablab "timelab" stellt das auf die Beine. Er ist auch derjenige, von dem wir Whitespace, also den physikalischen Ort übernommen haben, wofür wir ihm echt dankbar sind! Das Thema diese Mal war FabFood und alles rund um den kreativen Umgang mit Essen, Trinken und Pflanzen in Form von künstlerischen Gärten. Manches war ein bisschen schräg, aber dennoch nicht weniger Spaß.

Samstag Morgen habe ich dann zum Abschluss dieses vollen Programms einem Kollegen beim Umzug geholfen und seit dem das erledigt ist, mache ich erstmal ein bisschen Pause. Langeweile ist bei mir diese Woche nicht aufgekommen, wie ihr Euch denken könnt. Ach ja, arbeiten war ich auch und da ist auch noch was cooles passiert, aber das kommt in einem anderen Posting hier.

Bleibt mir gewogen!

Sonntag, 20. Februar 2011

Festivitäten

Am Donnerstag war es soweit und Belgien hat, wie bereits angekündigt, den Weltrekord im "Regierungsbilden" geholt. Man kann von den Belgiern (oder Flamen, hier wo ich wohne) ja einiges sagen, aber man kann nicht sagen, dass sie nicht wissen, wie man ein Fest feiert. Wer hier schon mal beim Gentse Feesten oder anderen Festivitäten war, der weiß was ich meine.

Nun ist der Anlass ja eher ernsthaft, aber mit einer ordentlichen Prise Zynismus haben es am Donnerstag Abend doch einige Tausend Leute nach St. Jacobs geschafft und ausgiebig gefeiert. Es war alles dabei: Bier, Fritten, Bühnen mit Live-Musik, Stand-Up Comedy und was weiß ich nicht noch alles. Die Kommentare auf der Bühne waren auch sehr zynisch, was einen in der ganzen Ausgelassenheit daran erinnert hat, warum man eingentlich mitten in der Woche im Februar ein Volksfest in der Stadt hat, wenn man doch den nächsten Tag arbeiten muss.

Der Gipfel des Zynismus (für mich als Beobachter) war, als um Mitternacht Queens "We are the Champions" gespielt wurde, gefolgt von einer feierlichen Pokalübergabe durch eine Delegation aus dem Irak, dem vorigen Rekordhalter. Sowas könnte ich mir in Deutschland nicht vorstellen, zumindest nicht im manchmal etwas unterkühlten Norden. Hier mal ein paar Impressionen des Abends.





Bleibt mir gewogen!

Dienstag, 15. Februar 2011

neue Leichtigkeit



So, da ist nun das neue Design. Ich habe dem eigentlichen Text mehr Platz gegeben, das Logo und meinen Avatar und auch die Erklärung, wo der Titel herkommt entfernt und alles in allem mal etwas "mehr Licht" gegben.

Sagt mir mal, was ihr davon haltet und vergesst nicht mal nebenan auf meinem Bilder-Blog vorbeizugucken.

Immer schön gewogen bleiben! :-)

Montag, 14. Februar 2011

Aufräumarbeiten


Das Design, was ich hier bisher verwendet habe, habe ich mir gestern erfolgreich zerschossen, weshalb Ihr im Moment mit dem jetzigen "schnell-mal-geklickt"-Aussehen auskommen müsst. Sorry für die Unterbrechung, aber es gibt Tage, an denen sollte man besser keine Tastatur bedienen... Vielleicht gar nicht so schlecht das mal als Anlass zu nehmen und hier ein leichteres, weniger überfrachtetes Design zu fahren.

Ich probier hier mal ein bisschen rum und ihr lasst mich einfach wissen, was Ihr davon haltet.

Bleibt mir gewogen!

Sonntag, 13. Februar 2011

Jubiläum

Wie ihr ja alle wisst, haben wir hier in Gent letztes Jahr einen Hackerspace gegründet und der wird Ende März schon ein Jahr alt. Kinder, wie die Zeit vergeht...

Aus diesem Anlass veranstalten wir eine 2 tägige Minikonferenz, mit Talks, Workshops, Bier, Club-Mate und vor allem viel Spaß.

Hier seht ihr das Poster, dass grafisch begabte Mitglieder entworfen haben und welches wir gerade überall in Gent, Brüssel, Antwerpen und in BeNeLux im allgemeinen verteilen.



500 Stück von denen haben wir in A2 drucken lassen und hoffen damit die Massen zu uns zu bringen. Mal im Ernst: Auf der einen Seite wollen wir uns und den Erfolg mit dem Space feiern, auf der anderen Seite wollen wir damit auch neue Leute ansprechen, die noch nie hier gewesen sind. Warten wir mal ab, wie sich das entwickelt. Bis jetzt sind schon einige coole Talks angekündigt worden. Wir hoffen darauf dass das Programm möglichst viele Leute ansprechen wird.

Bleibt mir gewogen!

P.S.: Ja, die Farben sind hier jetzt anders, ich musst da eine kleine Not-OP am Blag machen. Ich versuche das in den nächsten Tagen mal richtig zu reparieren.

Sonntag, 23. Januar 2011

Land der Rekorde


Belgien hat seit über 200 Tagen keine Regierung und hat damit jetzt den Europa-Rekord. Der Weltrekord liegt im Moment bei 286 Tagen und wird vom Irak (!) gehalten. Zynische Kommentare hier meinen, dass das auch kein Problem mehr darstellen sollte, den Weltrekort zu erlangen.

Macht Euch das mal klar, was das bedeutet. Die Wahlen waren bevor Belgien den Ratsvorsitz in Europa letztes Jahr im Juli übernommen hat und bis heute gibt es immer noch keine neue Regierung. Die alte ist noch operativ im Amt, aber eine neue ist, wenn man den Medien folgt, nicht in Sicht. Das bedeutet, dass es keine neuen Gesetze, Verordnungen oder sonstiges gibt.

Heute findet in Brüssel eine Demonstration statt, in der die Bürger zeigen wollen, dass sie die Nase voll haben. Das Problem ist nur, wie will man das Problem lösen. Belgien ist vor Jahren zu einem föderalen System mit 2,5 Staaten (Flandern, Wallonien und Brüssel) gewechselt und das scheint überhaupt nicht zu funktionieren. Die Sprachgrenze wurde dadurch scheinbar noch mehr zementiert, als sie es ohnehin schon war. Beide Teile haben eigene Parteien, die man nur im jeweiligen Teil wählen kann, eigene Medien etc. Im Prinzip ein kleines Europa innerhalb Europas.

Was für mich als Ausländer interessant ist, ist dass es eigentlich gar nicht so schlimm zu sein scheint, wenn man keine Regierung hat. Wir haben hier keine neuen Überwachungsgesetze, riesige neue Sozialabgaben oder ähnliches. Klar ist hier auch nicht alles perfekt, aber eigentlich kann man nicht meckern. Will heißen im Prinzip bleibt alles, wie es ist. Sogar der Index (siehe hier) und damit mein Einkommen wurde angehoben, ohne dass es einer Regierung bedurft hätte. Es scheint fast, als sei weniger Regierung gar nicht so schlecht.

Samstag, 1. Januar 2011

Frohes 2011



Ich wünsche Euch meinen treuen und lieben Lesern ein gutes neues Jahr. 2010 war ein gutes Jahr, möge 2011 noch besser werden!

Bleibt mir gewogen!