Donnerstag, 15. Oktober 2009

Verkehrskollaps

Ja nicht nur in Deutschland werden überall die Straßen aufgerissen, auch hier in Flandern werden Straßen saniert, allerdings scheinen sich da die Behörden so gar nicht abgesprochen zu haben:



Auf der Karte seht ihr unten einen schwarzen Punkt, das ist wo unser Büro ist. Im Moment wird an den rot markierten Stellen gebaut; das sind wichtige Straßen, die den meisten Verkehr um Gent (Ring) und von und nach Gent (Autobahn) bringen und jeden Nachmittag ab 16:30 kommt es zum totalen Stillstand, da in alle Richtungen alle Straßen voll sind.

Stellt Euch einfach mal Hildesheim vor, wenn die A7 gesperrt ist und der ganze Verkehr durch die Stadt geleitet wird, und das jeden Tag. Das geht so weit, dass der Stau bei uns im Büro bis in die Tiefgarage nach -4 reicht. Ich glaube ja, dass die Firma das bestellt hat, damit die Leute später nach Hause gehen, aber ich habe noch niemanden gefunden, der mir das bestätigen wollte. An normalen und guten Tagen brauche ich keine 10 Minuten bis "nach Hause" im Moment bewegen wir uns so zwischen 35 und 40 Minuten und das ist nicht um 16:30 sondern war heute um 19:30 Uhr und da sollte man ja meinen, das meiste ist überstanden... Es ist wohl noch keine Besserung in Sicht. Das Fahrrad erscheint die einzige Alternative zu sein, wobei es langsam echt lausig kalt wird...

So wie das im Moment ist, stelle ich mir den Verkehr in einer Großstadt wie Paris oder London zur Rush-Hour vor und ehrlich gesagt, brauche ich das nicht. Hoffe ihr seid mir immer noch gewogen, auch wenn ich hier etwas still gewesen bin.

Kommentare:

  1. Das haben die sich ja fein ausgedacht. Einzige Lösung: Heimarbeit beantragen.

    Ich reihe mich mal ein in die Stau- und Baugeschichten: Vor ein paar Monaten wollte ich zum Salzgittersee, ca. 25km von hier entfernt. Ich fahre also von Itzum zur Autobahnauffahrt Hildesheimer Börde und gerate schon auf der Beschleunigungsspur in die erste Baustelle. Nach 1-2km war die zu Ende und ich konnte ca. 3(!)km frei fahren, dann kam die nächste Baustelle. Musste dann die Autobahn verlassen und kam auf die Landstraße: nächste Baustelle auf der Brücke. Dann wollte ich von der Landstraße auf eine weitere Autobahn, fiel aber is wegen "is nicht", da Auffahrt wegen Baustelle gesperrt. Zum Glück hatte ich mein Navi dabei, das mich über die Dörfer weitergeleitet hatte. Ich kam also ins erste Dorf: Baustelle. Durfte um ein riesen Wohngebiet die Umleitung nutzen. Dann ging es weiter auf einer Landstraße, die eher ein Feldweg war zum nächsten Kaff. Dort: Baustelle, wieder Umleitung durch das halbe Dorf.
    Nach rund 45min. kam ich dann etwas entnervt doch noch am Ziel an, aber so was hatte ich vorher noch nicht erlebt. War fast so gut wie 90 Minuten für die ersten 10km auf dem Weg in den Heidepark vor einiger Zeit.

    Grüße aus der Heimat,
    Mazi

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  2. Meckern hilft scheinbar, seit heute ist die Baustelle auf dem Autobahnzubringer verschwunden und es hat sich wieder beruhigt.

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