Freitag, 7. Juni 2013

zurück im Arbeitsleben

Ich arbeite wieder! Ja, ein halbes Jahr "funemployment" ist vorbei und ich sitze wieder den ganzen Tag vor einer Tastatur und produziere Code, Dokumenation, Tests, etc. Nicht dass ich das nicht auch in meiner Freizeit tun würde, aber wenn man dafür bezahlt wird, kann sich das Bankkonto besser von den Strapazen der letzten Monate erholen...

Seit Samstagabend (Ortszeit) bin ich hier in San Francisco und seit Montag arbeite ich nun als Consultant bei concurrent inc.  Die Firma ist ein start-up im "Big-Data"-Bereich, wie ich ja in meinem letzten Posting schon angekündigt hatte. Ich bin Mitarbeiter Nummer 7 und seit gestern gibt es auch Nummer 8. Wer in meinem Foto-Blog vorbei schaut, wird auch schon ein Bild von userem Büro in SF gesehen haben. Sieht doch ganz nett aus, oder?

Nun fragt ihr Euch sicher, wie ich denn an diese Stelle gekommen bin: Die Antwort ist relativ einfach, ich kenne Chris, den Gründer der Firma aus meiner Zeit bei Tele Atlas. Ihr werdet Euch sicher an die Zeit erinnern, in der ich wegen eines Projektes immer nach Belgien oder in die USA reisen musste und genau dabei habe ich Chris kennen gelernt. Damals war er der Consultant und ich war fest angestellt. Jetzt haben sich die Vorzeichen gedreht :-). Ich bin immer ein wenig mit Chris in Kontakt geblieben und daraus hat sich jetzt das hier ergeben.

Nach Berlin bin ich übrigens auch schon (fast) umgezogen. Ich bin da gemeldet, meine "Unternehmung" ist dort auch gemeldet, ich bin wieder in Deutschland krankenversichert und auch sonst offiziell wieder da. Meine Sachen sind allerdings im Moment in der guten alten niedersächsischen Heimat geparkt, da ich es zeitlich nicht geschafft habe, alles nach Berlin zu bringen. Nur um Euch das klar zu machen, am 12. Mai bin ich nach Berlin gefahren um eine Wohnung zu finden, ohne feste Aussichten zu haben. 3,5 Wochen später arbeite ich in SF in einer neuen Firma. Ihr könnt Euch sicherlich vorstellen, dass das sehr ereignisreiche Wochen für mich sind...

Diese Posting soll nicht auf alle Details eingehen, ich wollte nur schon einmal ein paar der Fragen beantworten, die mir häufig gestellt werden und außerdem sagen, dass es mir prima geht! Hier ist es jetzt gleich Zeit ins Bett zu gehen, deshalb belassen wir es erstmal mit diesem etwas unstrukturiertem Beitrag. Bis zum nächsten Mal

Bleibt mir gewogen!

Montag, 13. Mai 2013

Weiter, immer weiter

Totgesagte leben länger, so auch dieses Blag. Ich dachte, ich schreibe hier einfach mal kurz auf, wie es für mich jetzt weiter gehen wird. Aufgepasst, jetzt kommen die Überraschungen:

Ich ziehe nach Berlin. Ich mache mich selbständig. Ich werde für ein Start-up aus dem Silicon Valley im "Big Data"-Bereich arbeiten.

Aufregend, oder?

Zur Zeit verweile ich in Berlin und versuche alles in geregelte Bahnen zu lenken. Die Älteren unter Euch werden sich, sicherlich noch an die beliebte Serie "André sucht eine Wohnung" erinnern. Nunja, das ist hier jetzt die Fortsetzung.

Da ich nur mobile Endgeräte dabei habe, halte ich dieses Posting mal etwas kürzer, mehr Details folgen aber.

Bleibt mir gewogen!

Dienstag, 8. Januar 2013

Der Plan



Ich wünsche Euch erstmal ein frohes Neues. Ich hoffe Ihr hattet genau so viel Spaß beim Reinfeiern in 2013, wie wir in Hamburg hatten. Falls nicht, könnt Ihr es in 357 Tagen nochmal versuchen :-)

Während meiner vielen Besuche bei vielen von Euch habt ihr mich immer nach den genauen Zielen meiner Reise gefragt. Die will ich hier heute mal auflisten:

Am Sonntag den 13. Januar fliege ich von Brüssel über Doha in Qatar nach Bangkok in Thailand, wo ich dann am Montag Vormittag ankomme. Ich bleibe bis zum 8. Februar in Thailand und habe vor, da ein bisschen rumzureisen. Die ersten 5 Nächte habe ich mir ein Hostel besorgt, wie es dann weitergeht, steht noch nicht fest. Das will ich dann spontan entscheiden. Ich will definitiv was von Thailand sehen. Kultur und natürlich auch was von den Traumstränden, von denen man immer hört. Wie und was genau, wird sich zeigen, ich muss mich in Bangkok zunächst mal aklimatisieren.

Wie gesagt, geht es dann am 8. Februar weiter und zwar nach Sydney in Australien. Dort bleibe ich für eine gute Woche. Nach all dem asiatischem und tropischen Trubel in Thailand, soll das ein wenig Stadt-Urlaub werden. Was ich da konkret machen will, weiß ich noch nicht, das wird sich noch zeigen. Für Menschen wie mich, die gerne durch Städte laufen und Fotos machen, wird sich das mit Sicherheit lohnen.

Am 16. Februar fliege ich dann weiter nach Auckland, Neuseeland und da bleibe ich dann bis zum 13. März. Ich habe mir überlegt dort eine Rundreise - wenn möglich über beide Inseln - zu machen. Mir wurde empfohlen ein Auto zu mieten und auf eigene Faust alles anzugucken. Ich werde sehen, was sich ergibt.

Meine Rückreise am 13. März geht über Los Angeles und London zurück nach Brüssel. Das bedeutet also, dass ich diesen unseren Planeten tatsächlich einmal umrunde. Wenn ich dann wieder hier bin, brauche ich vermutlich erstmal eine Woche Schlaf, aber darum kann ich mir später gedanken machen. Ich bin jedenfalls gespannt, wie das alles so wird.

Bleibt mir gewogen!

Dienstag, 25. Dezember 2012

Frohes Fest

Ich wünsche Euch, meine lieben Leser, dass Ihr die Kalorienschlacht am Ende des Jahres gut übersteht. Lasst Euch reich mit Krawatten und Socken beschenken und denkt immer daran: Nächstes Jahr ist immer noch eine gute Zeit, um mal etwas weniger zu essen und etwas mehr Sport zu treiben. :-)

Bleibt mir gewogen!

Montag, 10. Dezember 2012

Gimme a break!

Manchmal muss man drastische Entscheidungen treffen und so kurz vor Weihnachten ist eine gute Zeit dafür. Meine drastische Entscheidung ist, dass ich meinen Job gekündigt habe. Morgen ist mein letzte Tag.

Ich habe nicht nur meinen Job gekündigt, ich habe auch noch keinen Neuen, denn ich gönne mir jetzt ein paar Monate Auszeit. Mein Plan ist, diesen unseren Planeten zu bereisen, am liebsten einmal herum. Einen konkreten Plan, wann ich so sein will, gibt es nicht und den wird es vermutlich auch nicht geben, denn ich will ja was erleben und mich nicht hetzen lassen.

Die Gründe, aus denen ich gekündigt habe, sind vielfältig und die will ich hier nicht breit treten, ich brauche einfach mal was ganz anderes und wenn ich das nicht jetzt, wo ich ungebunden und noch halbwegs jung bin mache, dann mache ich das nie.

Ich freue mich drauf, die Welt zu sehen und ich verspreche Euch hier auch den ein oder anderen Bericht zu hinterlassen. Meine Reise geht erst im neuen Jahr los, da ich an Weihachten erstmal die Heimat besuche und dann zum 29c3 in Hamburg fahre.

Bleibt mir gewogen :-) 

Montag, 19. November 2012

Cloud - Was ist das eigentlich?


Viele von Euch wird es sicher interessieren, was wir in meiner neuen Firma eigentlich genau machen. Die einfache Antwort darauf ist "Cloud-Technology", aber da sich darunter ja keiner was vorstellen kann, will ich das heute mal erklären.

Der Begriff "Cloud-Computing" geht ja mittlerweile durch die Mainstream-Medien, wird aber in verschiedenster Weise gebraucht. Ich will heute mal darauf eingehen, was wir da genau machen.

Als erstes mal, solltet Ihr ja alle wissen, was ein Server ist. Das ist ein Computer, der für eine bestimmte Aufgabe (in einer Firma) zuständig ist. Hinter all den schönen bunten Webseiten, die ihr Euch so angucken könnt, verbergen sich viele, viele graue, schwarze und anders-farbige Kisten, die in Regalen von Rechenzentren stehen. Solche Rechenzentren gibt es überall: In Firmen, bei sog. Web-Hostern, bei Internet-Providern, an Universitäten, Regierungseinrichtungen etc. Große Räume, Hallen oder gar ganze Gebäude voll mit Technik und viel blinkenden Lichtern. Wer sich mal angucken will, wie groß sowas sein kann, der sollte sich mal die Fotos von google angucken.

Ein solcher Raum voller Technik kostet natürlich viel Geld. Erstmal für die Technik, die da drin steht selbst, aber auch im Betrieb ist das ganze teuer. Elektrizität, Kühlung, Notstromaggregate, Internetanbindung, Personal etc. Natürlich braucht nicht jede Firma ein ganzes Rechenzentrum für sich, häufig genügen ein paar Server, die man sich in einem solchen Rechenzentrum anmietet und schon kann man seinen Web-Shop, Blog oder was auch immer betreiben. Das Problem ist, dass solche klassischen Hosting-Verträge typischerweise 12 oder 24 Monate dauern und dass man dabei auf eine gewisse Hardwarekonfiguration festgelegt ist. Gut, das klingt jetzt erstmal nicht nach einem Problem, aber wir sind schon ganz nah dran:

Stellt Euch vor ich betreibe einen Web-Shop für Weihnachtsschmuck. mein-toller-weihnachtsschmuck.de hat im Laufe des Jahres vielleicht ein paar Besucher pro Tag, aber im Herbst, je näher wir an Weihnachten heran kommen habe ich auf einmal hunderte Besucher pro Stunde. Nehmen wir mal an ich muss zu Stoßzeiten 10000 Kunden gleichzeitig bedienen können, will heißen, die Seiten müssen schnell geladen werden, die Bezahlung muss funktionieren etc., dann muss ja dafür entsprechend Hardware bereit halten. Ich kann diese Hardware kaufen und in ein Rechenzentrum stellen oder bei einem Hoster unter den oben beschriebenen Konditionen anmieten. Je mehr Hardware ich brauche, um meine Kunden bedienen zu können, desto höher sind auch meine Kosten. Soweit so logisch. Das Problem ist nun, dass ich Hardware haben muss, um mein Maximum an Besuchern bedienen zu können. Nun habe ich Hardware, die viele tausend Besucher bedienen kann, sie steht aber im Rest des Jahres nur herum und verursacht Kosten .

Das Problem besteht auch in anderen Branchen, z.B. hat mein vorheriger Arbeitgeber ja pro Quartal ein Produkt gemacht (nicht die Navis selber, die Karten) und dafür brauchten wir jede Menge Hardware, aber eben nur ein paar Tage im Quartal. Genau hier kommt das sog. Cloud-Computing ins Spiel:

Cloud-Computing ist im Prinzip die Lösung dieses Problems: Anstatt sich einen Server-Park zu kaufen, oder langfristig zu mieten, kann man bei einem Cloud-Anbieter, Hardware nach dem Wasserhahn-Prinzip kaufen: Wenn man nichts aufdreht, bezahlt man nichts, wenn man viel braucht, bezahlt man viel, aber immer nur genau das, was man auch wirklich benutzt hat.

Was heißt das konkret?

amazon (ja, die mit den Büchern) ist z.B. auch so ein Cloud-Anbieter. Da kann jeder ein Konto eröffnen und sich mit ein paar Mausklicks einen Server besorgen. Den muss man dann pro Stunde bezahlen und je nach Speicher und CPU-Austattung kostet das dann entsprechend. Wenn ich den Server nicht mehr brauche, schalte ich ihn aus und es kostet mich auch nichts. Brauche ich nun 100 Server für mein Weihnachtgeschäft für meinen tollen Shop, dann klicke ich mir die für die Zeit, in der ich sie brauche und gebe sie danach sozusagen einfach wieder zurück. (Genau genommen sind das virtuelle Server, die in einem sog. Hypervisor laufen, aber wir wollen ja heute mal nicht so technisch sein...). Neben Severn bietet amazon noch andere Dienste nach diesem pay-as-you-go Prinzip an, im Grunde sollte Euch aber klar sein, worauf das hinausläuft: Große Flexibilität und Kostenoptimierung.

Nun ist dieses ganze Cloud-Zeug ziemlich im Kommen und es gibt auch schon die üblichen Big-Player in Markt: amazon, Google, Microsoft, Rackspace, HP etc., die alle ähnliche Angebote haben. Die klassischen Telekommunikationsanbieter, wie z.B. Telekom etc. wollen sowas natürlich auch anbieten und da kommt dann die Firma, für die ich jetzt arbeite ins Spiel. Wir stellen Software her um eine solche Cloud zu betreiben, d.h. unsere Kunden haben ein Rechenzentrum voll Hardware und wir machen aus der nackten Hardware dann eine Cloud. Mehr oder weniger...

Ich hoffe das war einigermaßen verständlich. Falls Ihr Fragen habt, dann hinterlasst doch einen Kommentar.

Bleibt mir gewogen!




Montag, 10. September 2012

die erste Woche

So, nun bin ich seit einer Woche in der neuen Firma und ich wollte hier mal ein kurzes Posting hinterlassen, dass ich noch lebe :-). Ich bin im Moment dabei mir ein Gesamtbild zu verschaffen, damit ich weiß, was da alles für mich zu tun sein wird.

Wie ich ja in einem Kommentar letztens gesagt habe, werde ich für das Qualitätsmanagement zuständig sein. Das bedeutet, dass ich mich darum zu kümmern habe, dass die Software-Lösungen, die wir herstellen, einfach zu installieren und getestet sind. Außerdem sollten sie den Anforderungen unter Last standhalten etc. Es gibt da eine ganze Reihe an "best practices", die man machen kann, wir müssten damit halt jetzt nur mal anfangem. Im Moment gibt es da "room for improvement" wie man so schön sagt....

Es ist unheimlich schwierig zu beschreiben, was ich da genau machen werde, ohne irgendwelche Geheimnisse zu verraten, aber lasst es mich mal mit zwei Fotos illustrieren:

Vorher:



Nachher:


Das wird mit Sicherheit einige Zeit dauern. Ich halte Euch hier auf dem Laufenden. Bleibt mir gewogen!

Donnerstag, 26. Juli 2012

neues Kapitel

Es ist Zeit für mich ein neues Kapitel aufzuschlagen und meinen jetzigen Arbeitgeber zu verlassen. Nach langen Überlegungen habe ich mich dazu entschlossen bei TomTom zu kündigen.

Ab dem 1. September arbeite ich in der Nähe von Gent für eine Start-Up-Firma, die Datacenter-Technologie herstellt. Es war Zeit für eine Veränderung und ich freue mich darauf, mal was anderes als Karten zu machen.

Bleibt mir gewogen! :-)


Donnerstag, 14. Juni 2012

Was machen die da eigentlich?

Wer schon immer mal wissen wollte, was bei uns auf der Arbeit so genau alles passiert, bis ihr sicher von A nach B fahren könnt, dem möchte ich diesen Artikel ans Herz legen. Ich will hier keine Werbung für meinen Arbeitgeber machen, aber das hier macht es Euch vielleicht leichter, zu verstehen, womit wir hier so unsere Tage verbringen.

Der Artikel ist auf Englisch, so viel sei gesagt, sollte aber auch mit etwas eingestaubtem Angelsächsisch zu verstehen sein. (Mit etwas enstspanntem Grammatikgefühl, kann man sich auch die google-translate-Variante auf Deutsch durchlesen, allerdings ist das halt nur eine Maschinenübersetzung...)

Bleibt mir gewogen!

Montag, 9. April 2012

Gewählte Wahlpflicht



Wahlen sind eine wichtige demokratische Veranstaltung, bei der die Menschen entscheiden, wer sie in den nächsten Jahren vertreten soll. Wie auch in Deutschland ist es hier in Belgien so, dass Ausländer auf kommunaler Ebene an Wahlen teilnehmen dürfen.

Ich finde, dass das eine sehr gute Idee ist, denn die Bewohner einer Stadt machen Sie aus und sollten bestimmen, was in ihr passiert, nicht nur der Teil der Bevölkerung, der einen bestimmten Pass hat.  Auf Landesebene ist das sicherlich anders zu betrachten, aber ich denke auf kommunaler und auch auf Europa-Ebene (sofern man EU-Bürger ist), sollte die eigene Staatsangehörigkeit keine Rolle spielen.

Im Lauf der Woche habe ich Post von der Stadt erhalten, dass ich mich für die diesjährigen Kommunalwahlen im Oktober registrieren kann, wenn ich das möchte (ja, möchte ich):  Interessanterweise besteht in Belgien - im Gegensatz zu vielen anderen Ländern - die Wahl-Pflicht, will heißen, man muss wählen gehen. Natürlich kann man dann immer noch eine ungültige Stimme abgeben, aber man muss bei der Wahl erscheinen, ansonsten wird man mit einem Bußgeld belangt. Wie strikt das durchgesetzt wird, weiß ich nicht. Ich bin ja noch nie zur Wahl aufgerufen gewesen...

All das führt nun zu der interessanten Konstruktion, dass ich wählen kann (nicht muss), ob ich in Zukunft immer wählen gehen müssen muss. Die Wahl zur Wahl ist keine Pflicht, die Wahl aber schon. Alles klar? :-) Andere Länder, andere Sitten, oder wie sagt man dazu?

Bleibt mir gewogen!

Dienstag, 24. Januar 2012

Mal (virtuell) vorbei gucken

Vor ein paar Monaten haben die freundlichen Leute von google-streetview die Daten von Belgien online gestellt, was bedeutet, dass Ihr alle, die Ihr noch nie hier gewesen seit, ganz einfach mal einen Blick in's schöne Gent werfen könnt. Guckt Euch mal auf dem Sint Baafsplein oder bei mir am Büro oder bei mir zu Hause um. Viele schöne Dinge gibt es da zu entdecken, also seit nicht scheu und guckt mal vorbei :-)



P.S.: Wer genau hinguckt wird sehen, dass das kleine Streetview-Männchen eine Pommes-Tüte in der Hand hält als kleine Geste Richtung Belgien.

Samstag, 24. Dezember 2011

Frohe Festtage!

Ich wünsche Euch, meinen lieben Lesern schöne Festtage. Verbringt diese Tage mit Menschen, die Euch wichtig sind. Versucht dem Kalorienwahnsinn nicht nachzugeben, das ist ohnehin hoffnungslos und bleibt mir auch 2012 hier und auf allen anderen Kanälen gewogen!

:-)

Samstag, 17. Dezember 2011

Die einfachen Dinge wertschätzen

Mein Foto vom Freitag enthält eine Nachricht an die Bewohner unseres Hauses und zwar besagt dieser Satz in wunderschönen Flämisch, dass unsere Heizung wieder an ist. Das klingt jetzt nicht so spannend, ist aber die beste Nachricht für mich in der ganzen Woche gewesen, denn die Heizung für unser 25 Parteien-Haus war seit Sonntag Abend kaputt.

Flämische Winter spielen jetzt nicht unbedingt in der gleichen Liga wie siebierische, dennoch ist es doch recht ungemütlich, wenn bei 3°C sich die Innen- und Außentemperatur annähern. Um es kurz zu machen, es war hier arschkalt. Wenn es zu Hause kalt ist, hat man zwar einen Grund mehr Abends unterwegs zu sein, aber irgendwann reicht es einem dann doch. Ich war ein wenig ungehalten meinem Vermieter gegenüber, denn er empfand es nicht als nötig mir mitzuteilen, was hier eingentlich los ist und wann es hier endlich wieder warm ist. Stellt sich raus, dass eine bissige Email Wunder bewirken kann :-).

Zum Glück geht das Ding jetzt wieder und ich kann Euch sagen, dass ich selten so bewusst darüber nachgedacht habe, dass wir es zum Glück immer schön warm haben. Hoffen wir mal, dass das auch noch etwas so bleibt.

Aufgetaute Grüße und bleibt mir gewogen!

Dienstag, 13. Dezember 2011

manchmal dauert es etwas länger

Es müsste sich eigentlich bis über die Grenzen hinweg rumgesprochen haben, falls nicht, hier sind die Neuigkeiten: Belgien hat nach nur 540 Tagen nach der Wahl eine neue Regierung. Manche Dinge brauchen halt ein wenig Zeit, bis sie funktionieren.

Das das auf große Probleme im Land oder zumindest der politischen Kaste hinweist, brauche ich sicherlich keinem hier erläutern; was allerdings ein interessanter Gedanke ist, ist dass sich quasi nichts verändert hat. Was ich damit sagen will ist, dass es keine neuen Gesetze, Abgaben oder sonstigen Gesetzesänderunge gab. Ein paar Banken wurden von der Interimsregierung  verstaatlicht, aber was sind schon ein paar Milliarden unter Freunden...

Wir hatten zwar - wie gesagt - eine Interims-Regierung, aber eigentlich waren wir in einem eingefrorenen gesellschaftlichem Zustand. Man könnte sagen eine Post-Demokratische-Gesellschaft, in der das Leben normal weiter läuft, sich aber nichts verändert (außer den Preisen und dem Klima, aber das können auch Regierungen nicht verändern). Das klingt gar nicht so beängstigend und rückblickend war es gar nicht schlecht, denn das erste was die neue Regierung beschlossen hat, waren Steuererhöhungen auf Firmenwagen (okay, verständlich) und Digital-TV (<- das ist auch echt ein schlimmes Problem...). Ich habe also jetzt 300 Euro weniger pro Jahr und die flämischen Medien können sich darüber ereifern, dass der neuen Ministerpräsident Probleme mit dem Niederländischen hat. Same old, same old...

Andere Veränderungen gehen etwas schneller als die Kontinentalverschiebung oder belgische Regierungsbildung: Mein Arbeitgeber hat Ende letzter Woche 10% seiner globalen Belegschaft mitgeteilt, dass sie am nächsten Tag nicht mehr wieder kommen müssen. Keine Sorge, mich hat's nicht erwischt, dennoch sind solche Tage nicht die leichtesten und vor Weihnachten besonders unschön, aber gut, so ist der Lauf der Dinge. Freuen wir uns auf ein paar Tage ohne Arbeit und mit umso mehr Kalorien!

Bleibt mir post-demokratisch gewogen!

Montag, 5. Dezember 2011

Ein Hinweis oder zwei

für die Freunde der Commputer-Technik unter Euch: Ich habe ein neues Blog angefangen, wo ich über allerlei Technisches schreibe. Wen das interessiert, der ist herzlich eingeladen, regelmäßig vorbei zu gucken. Da Computer-Kram ja hautpsächlich auf Angelsächsisch stattfindet, ist auch das neue "dev notes" Blog, auf Englisch gehalten.


Dem einen oder anderen wird es vielleicht aufgefallen sein, dass sich die Qualität der Bilder im Foto-Blog verbessert hat. Das liegt daran, dass ich mir zu meinem diesejährigen Wiegenfeste eine digitale Spiegelreflex-Kamera gegönnt habe (Canon EOS 600D). Sobald ich das Ding halbwegs begriffen habe, werde ich Euch hier mail ein paar schöne Fotos präsentieren.

Bis bald, bleibt mir gewogen und denkt daran, dass es in 20 Tagen schon zu spät ist, noch Weihnachtsgeschenke zu kaufen!


Donnerstag, 3. November 2011

Immer in Bewegung bleiben



Die älteren unter Euch erinnern sich sicherlich noch an meine Berichte vom Kieser-Training  also meinen Ausflügen in die Welt der Fitness. Seit ich hier in Belgien wohne habe ich das Thema ziemlich vernachlässigt und die Kombination von Bier, Fritten und nicht-mehr-rauchen haben dazu geführt, dass die Mitte meines Körpers wieder etwas an Rundlichkeit gewonnen hat. Man könnte auch von einem Schwarzen-Gürtel in flämischer Lebensart sprechen.

Da eine solche Entwicklung überhaupt gar nicht geht, bin ich seit ein paar Monaten unter die Läufer gegangen. Am Anfang war das einfach nur eine Idee, das regelmäßiger zu machen, aber seit dem ich mir ein Paar vernünftige Schuhe zugelegt habe und vor allem, seit dem ich mich bei runkeeper angemeldet habe, habe ich Blut geleckt.

Letzten Monat habe ich einen neuen persönlichen Rekord mit 66,8km aufgestellt, was schon mal nicht so schlecht ist. Die Funktionalität von runkeeper ist im Prinzip, dass die einen GPS-Track von meinem Lauf aufzeichnen und dabei Steigung, Geschwindigkeit usw. messe. Aus diesen Daten kann man dann Kalorienverbrauch und allerlei Statistiken und persönliche Rekorde erstellen lassen. Bei jedem neuen persönlichen Rekord bekommt man eine E-mail, die mich dazu anspornt, weiter zu machen.

Die Idee ist wirklich gut umgesetzt und da man ja als Daten-Nerd auf die messbare Erweiterung des eigenen Fortschritts (Character-Development, nennt man das wohl in der Computer-Spieler-Szene) abfahren muss, zähle ich mich jetzt zur Gemeinde der Läufer. Mal sehen, wie ich das über den Winter hinbekommen, ich vertraue einfach mal darauf, dass wir dieses Jahr mit weniger Frost und Schnee auskommen können ;-).

Wie sieht es denn bei Euch so aus? Irgendwelche neuen Herausforderungen angenommen?

Bleibt mir gewogen!

 P.S.: Ja! 2 Postings in 2 Tagen, man glaubt es kaum.
 P.P.S.: 96 olé!

Mittwoch, 2. November 2011

Danke!



Wie jedes Jahr bin ich älter geworden und wie jedes Jahr habt ihr mir auf allen möglichen digitalen Kanälen gratuliert und mir Geschenke zukommen lassen. (Schwesterherz: Dein analoges Paket ist noch nicht da). Ich habe mich total darüber gefreut, Danke und hoffentlich bis bald in diesem Theater!

Bleibt mir gewogen!


Dienstag, 6. September 2011

Tue Gutes...

... und rede darüber! Eignentlich soll man darüber ja nicht reden, aber wenn man für eine Gute Sache Werbung machen kann, dann ist das ja kein Eigenlob, daher heute mal eine kleine Anregung zur Philanthropie meinerseits.
Seit 3 Monaten bin ich jetzt bei kiva aktiv. Dabei handelt es sich um eine Mikro-Kredit-Organisation, genau genommen um eine Vermittlungsorganisation, die mit lokalen Mikro-Kreditorganisationen in den jeweiligen Regionen zusammen arbeitet.

Man selbst bekommt keine Zinsen, aber man ermöglicht Menschen auf der Welt sich mit Hilfe von kleinen Krediten eine Existenz zu schaffen. Die Kreditvergabe verläuft dabei so, dass man einen Betrag (25-275$) an eine Person oder Gruppe vergibt und sobald die vollständige Summe erreicht ist, wird dann der Kredit vergeben. Wie gesagt mache ich das seit 3 Monaten und ich habe sogar schon meine erste Rate zurück bekommen und natürlich gleich wieder investiert.

Im Moment vergebe ich einen Kredit im Monat, denn ich will erstmal ein Gefühl dafür bekommen, wie das so läuft, bis ich da evtl. mehr rein stecke. Ist eine Gute Sache und wenn ihr vllt. 20€ rumliegen habt, dann zieht doch in Erwägung jemandem, den ihr gar nicht kennt, auf die Beine zu helfen.

Bleibt mir gewogen!

Mittwoch, 3. August 2011

bewegte Bilder

Lange hat es gedauert, aber seit gestern sind die Videos von meinem Talk bei "newline" in whitespace über Tor online. Wer sich des Englischen mächtig genug fühlt, der guckt sich das einfach mal an. Die Präsentation, die dazu gehört findet man hier.








Cool, oder?

Mittwoch, 22. Juni 2011

'ne Taube!



Auf dem Bild sieht man die letzte Spur von dem "Gast", der sich gestern bei mir war. Abends wenn ich nach Hause komme, mache ich erstmal die Terrassentür auf und eigentlich bleibt die dann auch den ganzen Abend auf, wenn es nicht windig ist oder wir gerade Winter haben. Gestern tat ich dergleichen auch und trat danach einen Besuch auf dem stillen Örtchen an.

Nach Vollendung dieses Besuchs, hörte ich auf einmal ein Rascheln in meiner Küche und ich war ehrlich gesagt leicht erschrocken, denn wenn man alleine wohnt und keine Haustiere hat, dann ist ein Rascheln in der Küche doch eher ungewöhnlich. Todesmutig wie ich ja so bin, habe ich mich zum Rascheln hin gewagt und fand eine Taube in meiner Küche, die meine Anwesenheit nicht ganz erwartet hatte und deshalb mit einem lauten "Klonk" gegen mein Küchenfenster flog. Um neuen Todesmut und einen Weg für die Taube hearaus zu finden, bin ich dann erstmal in mein Schlafzimmer gegangen.

Als ich mit einer Papprolle und einem Bettlaken bewaffnet habe ich mich dann versucht des Problems anzunehmen. Die Taube war mittlerweile auf der anderen Seite der Terrassentür und flog mehrfach mit weiteren Klonk-Geräuschen gegen mein Wohnzimmerfenster, bis sie dann relativ ängstlich zwischen meinen Blumen zur Rast kam. Direkt a Fenster zwischen Blumen haben Tauben übrigens nicht genug Platz um zu starten, der Platz reicht aber aus und die Pflanzen platt zu klopfen und Erde auf dem Boden zu verteilen... Indiana-Jones-artig habe ich dann mit der Papprolle die Blumentöpfe zur Seite geschoben, bis die Taube dann endlich genug Platz zum starten hatte. Mit gekonnten Zisch-Lauten konnte ich sie davon überzeugen, dass sie nicht in meiner Wohnung willkommen ist und sie doch besser durch die Tür nach draußen flöge.

Hier ist noch eine schematische Darstellung von mir, nachdem ich die Taube davon überzeugt hatte, wer hier das Sagen hat!



Bleibt mir gewogen!