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Samstag, 4. Juli 2009

Hallo unbekannter Besucher aus Gent!

Ich bin gerade mal wieder google-analytics durchgegangen und habe gesehen, dass jemand aus Gent seit längerem mit einem Mac auf mein Blog zugreift. Derjenige scheint jedes Mal über google hier anzukommen. Wer auch immer Du bist, melde Dich doch einfach mal in den Kommentaren. Kenne ich Dich?

Dienstag, 12. August 2008

Die merkwürdigste Herren-Toilette in Gent

Letzte Woche hatte ich es ja versprochen, dass ich mal über die Toilette im Café Theatre in Gent berichte. Mein erster Besuch da, ist schon etwas her (Ende 2006 oder so), aber diese Begebenheit wird bei uns im Team immer wieder gerne erzählt; wir sind sogar extra mal mit einer größeren Gruppe da gewesen, um das Ganze zu besichtigen. Nun aber erstmal der Reihe nach:

Wir hatten Ende 2006 oder Anfang 2007 eine Colo in Gent und die Dame im Hotel hatte uns (6 Leute oder so) das Café Theatre empfohlen, da es eines der besten Restaurants in Gent ist (was definitiv stimmt). Wir saßen also am Tisch und warteten auf unser Essen als ich mich mal erleichtern musste. Ich ging auf die Toilette, kam wieder und setzte mich ziemlich verstört guckend wieder auf meinen Platz. Mein Kollge James P. fragte mich dann, was denn sei und ich antwortete: "Ich bin nicht sicher ob ich das Richtige im Richtigen Raum gemacht habe.". Er meinte dann, so schlimm könne es ja wohl kaum sein und ging seinerseits auf's stille Örtchen um mit einem ähnlichen Blick und dem Satz: "Jetzt weiß ich, was Du meinst!" wieder zurück zu kommen. Das Ganze entwickelte dann ein Eigenleben und jeder musste jetzt dringend mal auf die Toilette, um sich das mal näher anzusehen. Klingt soweit schon mal sehr mysteriös, und hier kommt die Beschreibung:

Man kommt in einen normal großen Raum mit ziemlich dunkler Beleuchtung. Auf der linken Seite befindet sich ein Gitter (solche, wie man sie auch über Kellerschächten findet) in der Erde und die Wand ist mit gebürstetem Metall versehen. An der Stirnseite befindet sich ein bodenlanger Spiegel. Direkt daneben steht ein etwa 1,2 Meter hoher Kunststoff-Kegel, der grünlich gelb marmoriert leuchtet und darüber ist irgendetwas aus Metall angebracht. Auf der rechten Seite befinden sich zwei Kabinen für das größere Geschäft mit voll transparentem Glas, also nicht Milchglas oder so, sondern einfach nur Glas.

Kurze Pause, jeder stellt sich jetzt bitte mal vor, er müsste mal und geht in einem schicken Restaurant auf die Toilette und findet sich in dem oben beschriebenen Raum wieder. Relativ schummerige Beleuchtung, lauter Gegenstände, die da nicht so Recht hinpassen und man muss mal.

Zurück zum Geschehen: Ich stand nun also da und war nicht wirklich sicher, ob der Kegel zum Pinkeln war, oder doch eher das Gitter, aber ich entschied mich für das Gitter mit dem bodenlangen Spiegel rechts neben mir (richtige Wahl!). Ich fühlte mich etwas unwohl, aber ich war wenigstens etwas erleichtert. Die nächste Hürde war nun heraus zu finden, wo denn das Waschbecken ist, und das war interessanter Weise der Kegel. Der Trick an diesem war, dass er keinen wirklichen Hahn hatte, sondern man seine Augen im halbdunkel auf einen schwarzen Knubbel auf dem ebenfalls schwarzen Fußboden richten musste, denn wenn man da drauftrat, dann kam aus dem Metall über dem Kegel Wasser heraus. Klingt ganz einfach, oder?

Nachdem ich auch das herausgefunden hatte, hatte ich genug und verließ die Toilette. Wie sich später herausstellte, gab es aber noch ein letzte Geheimnis: Die Kabinen auf der rechten Seite hatten nämlich gar kein Fensterglas, sondern ein spezielles Spezialglas (terminus technicus!), das weiß und undurchsichtig wurde, sobald man die Kabine abgeschlossen hatte. Dieses Geheimnis hat aber jemand anders gelüftet, denn ich war damals schon verwundert genug über das Gesehene.

Für alle, die tatsächlich mal nach Gent kommen zwei Dinge: 1. Wenn man es weiß, ist es längst nicht so schräg. 2. Die haben den Kegel durch ein Metall-Waschbecken ersetzt, was es viel einfacher macht, heraus zu finden, was man genau wofür benutzt.

Bleibt mir gewogen!

P.S.: Gerüchten zu Folge ist die Damentoilette wohl nicht so schräg, ich habe die aber noch nie gesehen.

Freitag, 1. August 2008

Nass bis auf die Knochen

Gestern nach der Arbeit bin ich mal wieder mit meinem Kollegen Pieter in die Stadt gegangen um was zu essen. Dabei hatten wir ein merkwürdiges Erlebnis: Ein älterer Herr kam an unseren Tisch und er fragte ob ein Stuhl frei sei. Wir sagten ja, aber anstatt, dass er den Stuhl mitnahm, hat er sich auf einmal zu uns gesetzt und auf Deutsch ein Bier beim Kellner bestellt. Wir wussten nicht Recht wie uns geschah und haben ihn dann einfach ignoriert und weiter Englisch gepsrochen, was nicht gerade höflich war, der Typ kam uns aber reichlich schräg vor und wir hatten kein Interesse an einem Gespräch mit ihm. Nach ca. einer halben Stunde fing es dann an zu regnen und wir sind rein gegangen und der Typ hat bezahlt und ist gegangen.




Nachdem der erste Schauer vorbei war haben wir uns dann in eine andere Kneipe begeben, wo wir noch ein lokales Bier (Gentse Triple) getrunken haben und da es spät war und es gerade nicht regnete, haben wir uns dann auf den Weg nach Hause gemacht. Ich war noch keine Minute unterwegs, da zog das nächste Gewitter auf und es hat geschüttet, wie aus Eimern. Ich dachte, naja wird schon nicht so schlimm werden, aber ich habe getrieft als ich zu Hause war. Auf dem Weg nach Hause wäre ich noch beinahe von einem Auto überfahren worden, aber wie man lesen kann, lebe ich noch (wooohoooo!).

Jetzt habe ich Feierabend und ich gehe jetzt in den "Brouwzaele", wo sich allerlei TA Leute jeden Freitag auf ein bis 30 Bier treffen. Ich war da schon öfters und es war sehr nett, also hoffe ich mal, dass es das heute auch wird, auch wenn vermutlich nicht sehr viel los sein wird, denn es ist ja Ferienzeit.

Auf in's Wochenende mit vielen lustigen Begebenheiten, die dieses Blag füllen!